Schullandheim Meereswoge

Die Geschichte der Meereswoge

1904 erbaut, 1905 in Betrieb genommen, ist sie jetzt über 100 Jahre alt und ist ein Teil der Geschichte der Hamburger Insel Neuwerk. Die Meereswoge hat eine enge, familiäre Verbindung zu den Insulanern. Alida Griebel die verstorbene Mutter von Werner Griebel- ist als vierjährige Tochter, des Erbauers der Meereswoge in das neuerbaute Hotel eingezogen. Werner Griebel hat gleichfalls als Kind in der Meereswoge gewohnt. Sein Vater hatte sie erworben und betrieben, aber schon nach einem Jahr wieder aufgegeben, weil er den Wetshof nicht vernachlässigen wollte. Wolgang Rose hat seine Kindheit in der Meereswoge ebenso verlebt. Günther Rose sowie seine Zwillingsschwester sind in der Meereswoge geboren, gleich neben der Kutscherstube, dort wo heute noch der Kachelofen mit den vielen Rosen steht. (Lesezimmer) So also waren die Lebensumstände auf der Insel und insbesondere in der Meereswoge vor etwa 40 Jahren. Nach Bahlmanns Fortgang, die letzten Besitzer der Meereswoge, wurde die Meereswoge Erholungsheim der Hamburger Baubehörde, genauer gesagt, der Betriebskameradschaftskasse der Hamburger Baubehörde. Nachdem das Ehepaar Schimmel, die Betreuer der Meereswoge wegen Altersgründen das Haus an ihren Sohn abgaben und der 1972 bei einer Entenjagd tödlich verunglückte, stand das Haus ein Jahr leer. Bis die drei Bramfelder Schulen es erwarben.

Damit beginnt die eigentliche Geschichte des "Schullandheims Meereswoge"

Herr Reeck ehemaliger Schulleiter der Schule Fabriciusstraße erfuhr 1973, von einem Kollegen, von dem Haus auf Neuwerk. Die Lust ein eigenes Schullandheim zu besitzen, hatten sie schon in den 60er Jahren bekundet, als sie im Zonengrenzgebiet, rund um die Göhrde, stillgelegte Dorfschulen und aufgegebene Bauernhöfe ansahen.

Dann im Frühjahr 1973 fuhren sie mit einer Delegation der drei Bramfelder Schulen- "Bramfelder Dorfplatz". "Fabriciusstraße" und "Hegholt" bestehend aus dem Lehrerkollegien, der Schulvereine und der Eltern-und Schülerräte, nach Neuwerk, um die Meereswoge zu besichtigen. Sie fühlten sich sofort wohl in dem Haus und hatten Lust es zu erwerben. Aber es gab natürlich auch große Bedenken: Was kostet das?, Wieviel Arbeit muten sie sich neben ihrem Schultag zu? Keiner hatte klare Vorstellungen, auf welches Abenteuer sie sich da einließen Doch im Oktober 1973 dann beschlossen die drei Schulen die Gründung des "Vereins Schullandheim Meereswoge/ Insel Neuwerk". Mit Wirkung vom 1. Januar 1974 wurden sie dann endgültig Besitzer des Schullandheims. In den Frühjahrsferien 1974 fuhren sie mit Kollegen, Hausmeistern, Eltern und großen Schülern auf die Insel in die Meereswoge und sie haben gezimmert, gemauert, geschweißt, tapeziert, gemalt, repariert, geschrubbt, gescheuert und geputzt.

Und was war der Lohn?

Der Spaß an der Arbeit! Die Freude am Erfolg und am Gelingen! Das Glück, in fröhlicher Gemeinschaft, guter Freunde in einer wunderbaren, ruhigen Landschaft zwischen Land und Meer, zwischen Ebbe und Flut ein Schullandheim für die Schulen einrichten zu dürfen! Etwas Schönes zu tun, um der Sache willen und nicht zu fragen, was bekomme ich dafür? Und so ist es bis heute geblieben. Jedes Jahr melden sich die guten Freunde der Meereswoge, um zu arbeiten, oftmals hart zu arbeiten. 1977 wurde die Schule "Hornerkamp" Mitglied des Vereins "Meereswoge" und hat an der Gestaltung des Schullandheims aktiv teilgenommen. Es wurden unzählige Reparaturen an der Meereswoge vorgenommen: Der Dachstuhl wurde verstärkt, die Dachbedeckung, die großen Dachfenster, die Dachrinnen und die Blitzschutzanlagen wurden erneuert. Es wurden verwitterte Fenster durch moderne, doppelverglaste ersetzt. Die baufällige Veranda wurde abgerissen und durch einen schönen holzverkleideten Anbau ersetzt. Vor dem unteren Hauseingang wurde ein geräumiger Windfang gebaut, der die Stürme abhält und der jetzt als Schuhraum dient. In diesem Jahr wurden sämtlichen Türen, die teilweise schon aus den Angeln fielen, durch neue ersetzt. Gleichzeitig wurden die baufälligen Leichtbauwände in den beiden oberen Geschossen erneuert. Solche umfangreichen Baumaßnahmen waren möglich geworden, nachdem der ehemalige Bürgermeister Hans Ulrich Klose die Insel besucht hatte, Gast in der Meereswoge war und die Notwendigkeit der Renovierung erkannte. (Für die Grundüberholung aller Hamburger Schullandheime wurden nach diesem Besuch erhebliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt.)

Etwa ab April kamen dann die Schulklassen in die Meereswoge. Seit 1974 sind es rund 400 Klassen gewesen, die in der Regel 8-10 Tage in der Zeit zwischen März und Oktober
unser Schullandheim besucht haben. Das waren nicht nur Klassen aus unseren Schulen, sondern auch aus anderen Schulen in Hamburg und aus dem ganzen Bundesgebiet.

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